Die Geschichte der Live Escape Games – vom Computerspiel zum Trend

Im Herbst des Jahres 2017 erscheint ein Horrorfilm namens “Escape Room” international in den Kinos. In dem Streifen besuchen mehrere Freunde einen Live Escape Room, dessen Betreiber das Spiel durch eine neue Requisite in Form einer Totenkopf-Kiste aufpeppen wollte. Doch schnell stellt sich heraus, dass in besagter Box ein Dämon gefangen ist. So wird aus der spaßigen Idee des Entkommens ein ernsthafter Kampf ums Überleben.

 

Sony Pictures, die treibende Kraft hinter dem Filmprojekt, scheint mit dem Werk vor allem auf eines zu setzen: den aktuellen Trend der Live Escape Games. Denn abgesehen davon, dass sich die Thematik ideal for das Horror-Genre eignet, bietet das Szenario für viele Zuschauer einen hohen Wiedererkennungswert. Immer mehr Menschen haben selbst schon einmal einen Exit Room oder ein ähnliches Spielprinzip durchlaufen und können sich daher hervorragend in die verzweifelte Situation der Filmcharaktere versetzen.

 

Der wahre Kassenschlager ist an dieser Stelle aber nicht der Film, sondern die Live Escape Games selbst. Weltweit gibt es mehrere Tausend Escape Room Betreiber, die wiederum bereits Millionen von Besuchern mit einnehmenden Szenarien und kniffligen Rätseln begeistern konnten. In Europa findet man mittlerweile sogar in fast jeder größeren Stadt mindestens ein Exit Room Angebot. Kein Wunder also, dass avantgardistische Kunstformen wie Film oder Literatur die Entwicklung schon länger verfolgten und bereits in anderen Werken wie beispielsweise der “Saw” Filmreihe oder in den Büchern und Kinofilmen rund um den “Da Vinci Code” einfließen ließen.  

 

Dennoch ist die schnelle Entwicklung von Live Escape Games für viele Besucher etwas undurchsichtig. Nahezu überall scheinen Begriffe wie “Exit Room” oder “Live Action Game” aufzutauchen, in Städten und Online erblickt man zunehmend deren einladende Werbung. Doch die wenigsten wissen eine Antwort darauf, was diese Live Escape Games eigentlich sind und woher sie so plötzlich kommen. Deshalb möchten wir Ihnen einen kleinen Überblick über die Geschichte und Entwicklung der Exit Games geben, damit Sie für Ihre ganz eigene Erfahrung mit diesem Spielprinzip bestens mit Hintergrundwissen ausgestattet sind.

 

Was ist ein Live Escape Game?  

 

Es hat viele Namen: Live Escape Game, Exit Game, Exit Room, Live Action Game, Escape Room und so weiter.

 

Doch trotz der vielen Bezeichnungen bleibt das Grundprinzip eines Live Escape Games immer gleich und besteht darin, dass eine oder mehrere Person sich in einem geschlossenen Raum befinden und diesen innerhalb eines festgelegten Zeitlimits verlassen müssen.

 

Dies gelingt nur mit Hilfe der Lösung von Aufgaben und Rätseln, deren Hinweise sich in diesem Raum finden lassen. Durch logisches und kreatives Denken sowie Zusammenarbeit im Team, können die einzelnen Spieler die Herausforderungen meistern. Ziel ist – je nach Spielvariante – das Entkommen aus dem Raum innerhalb der vorgegebenen Zeit (meist 60 Minuten). Findet ein Wettbewerb mit anderen Spielergruppen statt, so ist der Sieger häufig das schnellste Team oder die Gruppe mit der größten Anzahl gesammelter Punkte.   

 

Die meisten Betreiber verleihen ihren Spielen eine Hintergrundgeschichte, die die Teilnehmer zusätzlich unterhalten und die Aufgaben in einen verständlichen Rahmen setzen soll. Besonders beliebt sind dabei Szenarien wie Kriminalitätsfälle, Agenten-Abenteuer oder Gruselgeschichten. Aber der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, auch ausgefallenere Varianten wie Zombie-Apokalypsen, Handlungen berühmter Filme und besonders schwere Wissenschafts-Szenarien existieren.  

 

Die Geschichte der Live Escape Games

 

Die Anfänge von Escape Room Games

 

Die meisten Menschen haben von der Existenz von Live Escape Games innerhalb der letzten Dekade erfahren. Jedoch liegt der Ursprung des eigentlichen Spielprinzips viel weiter zurück, nämlich in der Welt der Computerspiele der 80er Jahre.

 

Das bekannteste Beispiel jener Zeit ist das textbasierte Interactive Fiction Spiel “Behind closed doors” von John Wilson. Bei diesem musste der Spieler durch das Lösen von Denkaufgaben einen Mann aus dem kleinsten Raum eines Hauses befreien. Daraufhin wurden in den folgenden Jahren viele weitere solcher Point-and-Click-Adventures entwickelt, von frei erhältlichen Browser Games bis hin zu käuflich erhältlichen Computer- und Konsolenspielen. Seit der Erscheinung des Online-Spiels “Mystery Of Time And Space” von Jan Albartus, in dem der Spieler in Egoperspektive 20 Level mit Räumen voller Rätsel durchläuft, sprach man in der Szene bei dieser Art von Games offiziell von “Escape the room” oder “Escape room”.

 

Der wirkliche Durchbruch kam allerdings erst im Jahr 2004 in Japan. Dort schuf Toshimitsu Takagi das Flash Game “Crimson Room”, bei dem man mit furchtbaren Kopfschmerzen und ohne jegliche Erinnerung in einem roten Zimmer aufwacht und nur durch das Lösen von Rätseln die Tür zum Verlassen dieses Raumes öffnen kann. Crimson Room war unter Computerspielern ein Erfolg und erfreut sich sogar bis heute erstaunlicher Popularität.

 

Nach dem Hype um “Crimson Room” gingen einige Vorreiter der Idee nach, dass Spielprinzip der Escape Games in die reale Welt zu übertragen. Die Geburtsstunde der Live Escape Games war gekommen und verschiedene Anbieter reklamierten den Thron der ersten Umsetzung für sich. Eines der bekanntesten Beispiele ist Takao Kato, der mit seiner japanischen Firma SCRAP in Kyoto seit dem Jahr 2007 unter dem Markennamen “Real Escape Game” Besucher in thematisierte Räume sperrt und nur gegen Entschlüsselung von Rätseln wieder gehen lässt. Schauorte waren dabei unter anderen Schulen, stillgelegte Krankenhäuser und sogar ganze Sportstadien.  

 

Einmal um die ganze Welt

 

Die Live Escape Games begannen kurz darauf mit ihrem Siegeszug rund um den Erdball. Vor allem in Asien verbreitete sich der Trend stark. Neben Japan wurden vor allem China, Indonesien und Singapur Anhänger des Phänomens, das, laut Meinung einiger Experten, vom stressigen Leben in den Großstädten des Kontinents ablenken sollte. In Singapur gab es im Jahr 2015 sogar bereits über 50 real spielbare Varianten von Exit Games.

 

Diverse Quellen behaupten, die wahren Anfänge der Live Escape Games in den USA lägen bei einem Spiel namens “Origin” aus dem Silicon Valley, jedoch ist die Beweislage hierfür leider nicht ganz eindeutig. Bewiesen ist allerdings, dass Kazuya Iwata, ein guter Freund des SCRAP-Gründers Takao Kato, die Marke “Real Escape Game” im Jahr 2012 nach San Francisco brachte. Im Jahr darauf wurde in Seattle mit “Puzzle Break” der erste nationale Anbieter der Vereinigten Staaten gegründet.

 

In Europa begann die Geschichte der Live Escape Games im Jahr 2011 in Budapest, Ungarn. Attila Gyurkovics gründete hier, nach seinen Angaben ohne Wissen um die japanischen Vorgänger, die Firma Parapark und bot ein Exit Game in einem der vielen Ruinenkeller der Stadt an. Die Reaktionen der Besucher waren so positiv, dass schon bald verschiedene Firmen das Konzept kopierten und im September 2015 allein in Budapest bereits über 30 Anbieter anzufinden waren. Parapark expandierte in kurzer Zeit nach seiner Gründung in verschiedene Länder Europas, andere ungarische Veranstalter fanden ausländische Partner oder lizenzierten ihre Spielabläufe.

 

Im Jahr 2015 öffneten zudem die ersten Escape Game Anbieter in Porto Alegre und São Paulo ihre Türen in Südamerika.    

 

Live Escape Games in Deutschland

 

Im deutschsprachigen Raum verbreiten sich die Live Escape Games seit dem Jahr 2013.

 

In diesem Jahr eröffnete ein schweizer Physiklehrer namens Gabriel Palacios in Bern eine Einrichtung namens “Adventure Rooms”. Die Inhalte der Spiele waren ursprünglich einmal für dessen Schüler gedacht, jedoch ließ der Erfolg der Exit Games in Ungarn zu dieser Zeit auf mehr hoffen. Völlig berechtigt, denn das Angebot wurde von Besuchern sehr gut angenommen und erlangte schnell Berühmtheit. Auch Palacios expandierte und lizenzierte  daraufhin ins Ausland und gehört heute mit über 30 Exit Rooms weltweit zu den größten Betreibern.

 

In Deutschland eröffnete 2013 HintQuest als erster Anbieter in München eine Einrichtung für Live Escape Games. Auch hier folgten in den nächsten Jahren viele weitere, darunter auch Exit Mania. Wir eröffneten im Jahr 2014 als erster Anbieter im Rhein Main Gebiet unsere Exit Rooms in Darmstadt und Frankfurt, wo wir vielen Hunderten Unternehmens- und Privatkunden spannende Erlebnisse geboten haben. Vom Betrieb der stationären Räume entwickelten wir uns daraufhin weiter zu einem exklusiven Anbieter von teamgebundene Live Escape Games für Unternehmen deutschlandweit.

 

Zu Beginn des Jahres 2017 gab es allein in Deutschland bereits über 200 Veranstalter, die über 400 Escape Rooms in 90 Städten betrieben.    

 

Live Escape Games als Trend

Trotz der schon relativ langen Entwicklungsgeschichte des Trends scheint die Popularität von Live Escape Games nach wie vor nicht abzunehmen. Ganz im Gegenteil, die Vorteile vom Lern- und Unterhaltungseffekt der Spiele scheinen sogar für eine immer größere Nachfrage und damit auch für unterschiedlichste Variationen der Spielidee zu sorgen.

 

Neben den Escape Room Games für den Computer und den Live Escape Games finden sich immer mehr Bereiche im Alltagsleben, die vom Spielprinzip des “Entkommens durch Rätseln” inspiriert sind. So gibt es, wie eingangs angedeutet, zahlreiche Buch- und Filmadaptionen. Auch Brettspiele griffen das Thema auf, wie zum Beispiel die Reihe “Exit – Das Spiel” vom Kosmos Verlag beweist.   

 

Ein Beispiel, das den Kult-Status der Spiele weiter untermauerte, lieferte der ehemalige US-Präsident Barack Obama. Dieser wurde Ende 2015 vom Veranstalter Breakout KC über Twitter spaßeshalber herausgefordert, sich bei seinem nächsten Hawaii-Urlaub einmal wirklich schwierigen Aufgaben zu stellen. Es folgte keine Reaktion. Doch als im nächsten Jahr am Morgen des Weihnachtsabends das Telefon klingelte und eine berühmte Persönlichkeit sich ankündigte, hatte niemand damit gerechnet, dass Familie Obama die Herausforderung angenommen hatte. Sie erschienen tatsächlich in Breakout Waikiki und meisterten eines der schwierigsten Live Escape Games des Anbieters 12 Sekunden vor Ende der Zeit. Abgesehen von der tollen Erfahrung für die Präsidentenfamilie und die Mitarbeiter des Exit Games, konnten nun Spieler des “Mission Manoa Rooms” in Waikiki ihre Spielergebnisse mit denen eines ehemaligen Präsidenten vergleichen.   

 

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind ebenfalls Schauplatz von Game Shows, die den Gedanken der Exit Rooms aufgreifen. Bei “Race to Escape” treten zwei Teams aus jeweils drei Spielern gegeneinander an. Das Team, das zuerst einen Ausweg aus einem Raum voller Puzzle und Rätsel findet, gewinnt 25.000 US$. Eine abgewandelte Version mit Stars und Sternchen lieferte “Escape!” mit der Komikerin Janet Varney als Moderatorin.


Neueste Ansätze verknüpfen nun Live Escape Games mit Virtual Reality Brillen, um den Spielern ein noch intensiveres Erlebnis zu bieten.

 

Genau das ist es auch, was das Spielprinzip der Live Escape Games so erfolgreich macht – das Erlebnis. Exit Games bieten den Spielern nicht nur einen hohen Unterhaltungswert und Möglichkeiten, sich selbst weiterzuentwickeln. Sie spiegeln zudem auch eine aktuelle Veränderung innerhalb der Gesellschaft wieder: der bewusste Konsum. Statt Geld für belanglose Dinge auszugeben, streben viele Menschen – vor allem Millennials – heutzutage lieber nach Erfahrungen und wertvollen Erinnerungen. Live Escape Games schaffen durch ihr Konzept dafür das ideale Angebot. Egal ob man mit Freunden, Kollegen oder Unbekannten spielt, Live Action Games verbinden die Spieler miteinander und bieten ihnen eine einmalige Zeit voller Spannung, Spaß und Kopfzerbrechen.

 

Und das Beste daran ist: die Branche ist noch sehr jung! Die Entwicklung von Live Escape Games steckt quasi noch in ihren Kinderschuhen und hat großes Potential, ein fester Bestandteil der modernen Erlebniskultur zu werden. Ob Ausbruch aus dem Alltag, als Teambuilding-Maßnahme oder als einmaliges Setting für eine Produktpräsentation, der Anwendungsbereich vom Spielkonzept der Exit Games ist breit gefächert und bietet damit auch Ihnen tolle Optionen.

 

Sind Sie neugierig, wie Sie ein Live Escape Game bei einem Firmen-Event durchführen können? Dann kontaktieren Sie uns unverbindlich und wir helfen Ihnen gern weiter!

Sind Sie ein Zweifler oder eher ein Teamplayer? Wir präsentieren Ihnen die amüsantesten Spielertypen bei Live Escape Games

Hinter den Kulissen von Live Escape Games zu arbeiten kann einer der schönsten Berufe der Welt sein!

 

Man ist viel unterwegs, lernt ständig neue Menschen kennen und ist live dabei, wenn sie sich spannenden Herausforderungen stellen. Dabei gewährleisten unsere Team-Mitglieder vor Ort und hinter den Bildschirmen, dass die Teilnehmer eines Exit Room Games auch an schwierigen Stellen im Spiel weiterkommen und Spaß bei der Sache haben. Der wohl interessanteste Teil ist allerdings die Analyse des Verhaltens der Spieler.

 

Beim Großteil der Fälle erfolgt eine sachkundige und ernsthafte Bewertung der Verhaltensweisen, die von unseren Coaches und Psychologen ausgeführt wird. Auf Grundlage dieser Daten kann das Geschehen im Nachhinein in einem Power-Workshop gemeinsam ergründet und als Grundlage für die Erarbeitung neuer Kommunikations- und Handlungsstrategien verwendet werden. Das ist vor allem nützlich, wenn das Erlebnis des Live Escape Games professionellen Zwecken wie dem Teambuilding, der Weiterentwicklung und Weiterbildung von Mitarbeitern sowie dem Recruiting und Onboarding dient.

 

Jedoch kommt man bei der Beobachtung so vieler Menschen bei dem Spielen von Exit Games nicht umhin, dabei gewisse Strukturen zu erkennen. Damit sind nicht nur witzige Anekdoten gemeint, die wir im Laufe der Jahre mit unseren Kunden sammeln konnten. Wir haben zudem gewisse amüsante Spielertypen feststellen können, von denen sich in fast jeder Gruppe mindestens ein oder gar mehrere Exemplare finden lassen.  

 

Natürlich ist diese Auflistung nicht ganz ernst, sondern eher zum Schmunzeln gemeint. Vielleicht haben Sie ja bereits an einem unserer teamgebundenen Live Escape Games teilgenommen und erkennen sich oder andere Spieler anhand der Merkmale wieder. Oder es hilft Ihnen bei der Vorfreude auf ein bevorstehendes Spiel. Schließlich kann man nicht sicher sein, wie man sich verhalten würde, ehe man tatsächlich der Situation ausgesetzt ist.  

 

Spielertypen bei Live Escape Games

 

Der Kommentator

Man muss ihn gar nicht sehen, man hört ihn. Ähnlich der Live-Übertragungen von Sportveranstaltungen ist der Kommentator auch beim Exit Room Game voll dabei. Ob nur 60 Minuten oder auch mit Verlängerung auf 90 Minuten, er unterhält Zuschauer wie Spieler mit seiner Berichterstattung. Wie Dinge funktionieren, was gerade passiert, wie er sich fühlt, welches Rätsel bevorsteht, welche Hinweise es gibt – er kommentiert einfach alles.

 

Woran erkennt man ihn: Er ist stets mitten im Geschehen und gibt alles laut wieder, was er sieht.

 

Typische Worte: “Seht mal da, eine Kiste!”, “Was ist das? Oh, ein Schloss! Da sollten wir uns jetzt aber einmal überlegen, wie wir das aufbekommen!”, “Es hat funktioniert!”, “Schaut, noch eine Kiste!”   

 

Der Zweifler

Der Zweifler kann als Mitspieler vorteilhaft wie vernichtend sein. Mit seiner skeptischen Haltung kann er die Gruppe auf der falschen Fährte sehr gut bremsen und zur Räson bringen. Wenn aber der eingeschlagene Lösungsweg richtig ist, kann der Zweifler mit seiner tendenziell negativen Einstellung zur Herausforderung werden. Schließlich kostet es dann extra Zeit, ihn zum gemeinsamen Handeln zu überreden. Oder er bringt gar alle von der eigentlich richtigen Idee ab.

 

Woran erkennt man ihn: Die körperliche Abwehrhaltung während des Spielens ist auffällig und vornehmlich an gekreuzten Armen oder Beinen zu sehen.

 

Typische Worte: “Das wird sowieso nichts.”, “Ich glaube nicht, dass wir das noch schaffen.” “Das Rätsel kann man gar nicht lösen, das ist viel zu schwer!”

 

Der Optimist

Der Optimist ist das exakte Gegenteil vom Zweifler. Er motiviert die Gruppe durch seine überschäumende Energie und sieht in jedem kleinsten Hinweis bereits die finale Lösung näher rücken. Er lässt sich durch kleine Rückschläge nicht aufhalten und macht unbeirrt weiter. Das kann unglaublich aufbauend sein, wenn das Team im Begriff ist, das Spiel erfolgreich zu meistern. Scheitern allerdings alle Spieler an einem Rätsel, so können seine Phrasen schnell die Nerven strapazieren.

 

Woran erkennt man ihn: Am Dauergrinsen und enthusiastisch aufgerissenen Augen.

Typische Worte: “Nur noch 10 Minuten und wir sind gerade einmal bei der Hälfte der Rätsel? Da liegen wir doch gut im Schnitt!”, “Wir packen das!”, “Das wird schon werden!”

 

Der Streber

Ja, auch bei Live Escape Games kann man ihn manchmal beobachten, den Streber. Er bemüht sich äußerst ehrgeizig, jedes noch so kleine Rätsel als Erster zu lösen, um vor seinen Teamkameraden zu glänzen. Das ultimative Ziel ist der Sieg der Gruppe, alles andere wäre wahrlich enttäuschend. Entsprechend motiviert ist er bei der Sache, was dem Team durchaus zu Gute kommen kann.

 

Woran erkennt man ihn: Er versucht schon vor Beginn des Spiels Freundschaft mit den Veranstaltern zu schließen und erhofft sich davon zusätzliche Hinweise während des Spiels.

 

Typische Worte: “Wir müssen unbedingt den ersten Platz belegen!”, “Ich weiß das, ich weiß das!”

 

Der Theoretiker

 

Der Theoretiker ist der große Denker unter den Spielern. Während andere schon in Panik ausbrechen, bemüht er hochkonzentriert seine grauen Zellen, um die Lösung zu erraten. Er hinterfragt die Logik, kombiniert verschiedene Möglichkeiten, wägt Alternativen ab, rechnet Variablen zusammen und stellt wilde Theorien auf. Auch wenn diese vielleicht manchmal im Nichts verlaufen, so gibt er dennoch dem Team Hoffnung und hilfreiche Ansätze.

 

Woran erkennt man ihn: Der Zeigefinger ruht am Kinn oder an der Schläfe, leicht zusammengekniffene Augen.

 

Typische Worte: “Ich glaube ja, dass…”, “Ich denke, dass…”, “Meine Theorie ist ja, dass…”

 

Der Teamplayer

Wenn unter Zeit- und Leistungsdruck die Nerven blank liegen, kann es schon einmal zu Spannungen zwischen Mitspielern kommen. In deren Mitte befindet sich meist der Teamplayer und versucht, diese zu schlichten. Er motiviert alle Spieler, gemeinsam zu arbeiten und treibt sie zu Höchstleistungen an. Gezielt spielt er demjenigen Teilnehmer den Ball zu, der mit seinen Fähigkeiten in der jeweiligen Situation am ehesten weiterhelfen kann. Streit, Neid, Missgunst, Konkurrenz oder Kompetenzgerangel sind für ihn Fremdworte, stattdessen setzt er auf Teamgeist und schafft diesen zur Not selbst.

 

Woran erkennt man ihn: Worte und Gesten, die an motivierende Mannschaftsansprachen von Sporttrainern erinnern.

 

Typische Worte: “Teamwork makes the dream work!”, “Alle zusammen!”, “Den zeigen wir es!“

 

Der Hektiker

Kommen wir nun zum wohl unruhigsten der Spielertypen, dem Hektiker. Er ist schon vor Beginn des Live Escape Games vom Sekundenzeiger getrieben und verarbeitet daher den zusätzlichen Stress des Spiels nicht sehr positiv. Er treibt seine Mitspieler zu großer Eile an, auch wenn stattdessen kurzes Innehalten produktiver wäre. Ein Countdown ist für ihn ein rotes Tuch, ebenso wie bedachtere Mitspieler.

 

Woran erkennt man ihn: Er unterhält eine fast manische Beziehung zur Uhr und pflegt ein recht angespanntes Auftreten.  

 

Typische Worte: “Schnell, schnell, schnell!”, “Wir müssen uns beeilen!”, “Wir haben für dieses Geplänkel keine Zeit!”

 

Die Schlaftablette

Eine prima Ergänzung zum Hektiker ist die Schlaftablette. Diese Spieler sind nicht einfach nur entspannt, sie sind die absolute Ruhe in Person. Es schert sie relativ wenig, dass die Zeit abläuft und die Mitspieler immer aufgeregter agieren. Sie sind der Fels in der Brandung, der sich nicht stressen lässt. Der aber auch seine Schwierigkeiten hat, überhaupt an dem Spiel teilzunehmen, weil der Rest der Gruppe stets zwei Schritte weiter zu sein scheint.

Woran erkennt man ihn: Der verwirrte Blick beim Versuch, die Zahlenkombination in ein bereits geöffnetes Schloss einzugeben.

Typische Worte: “Worum geht es hier überhaupt?”, “Ruhig, ruhig, keine Hektik!”, “Wieso ist diese Kiste denn schon offen?”

Der Choleriker

Zu guter Letzt möchten wir Ihnen noch den leidenschaftlichsten aller Spielertypen vorstellen, den Choleriker. Er ist mit Leib und Seele dabei und lässt seinen Emotionen ungefiltert freien Lauf. Besonders ersichtlich wird dies, wenn etwas nicht auf Anhieb funktioniert oder das Team einer falschen Spur nachgegangen ist. In solchen Momenten erinnert der Choleriker alle daran, wie schlecht die Situation tatsächlich ist und übt sich in lautstarker Negativ-Motivation. Bleibt man allerdings von seiner Schimpfwortparade unbeeindruckt, so kann der Choleriker durchaus eine erfrischende Wirkung haben.

Woran erkennt man ihn: Pulsierende Halsschlagadern und Arme, die impulsiv über dem Kopf zusammengeschlagen werden.

Typische Worte: “Jetzt geht dieses verdammte Schloss nicht auf!”, “So ein verflixter Mist!”, “Das ist doch (beliebiges Schimpfwort einsetzen)!”

 

Und, konnten Sie sich mit einem dieser amüsanten Spielertypen bei Live Escape Games identifizieren? Ob ja oder nein, die Hauptintention dieser Auflistung ist weniger zu urteilen als vielmehr Ihnen zu zeigen, dass einer der Hauptfaktoren für die Einzigartigkeit eines Exit Games in der Vielschichtigkeit der Spieler liegt.

 

Sie könnten ein und dasselbe Spiel zwei Mal spielen und würden dennoch niemals das gleiche Erlebnis haben. Es sind die Mitspieler, die den Aufgaben Würze verleihen. Sei es, weil alle Teilnehmer prima als Team zusammenarbeiten und gemeinsam Erfolge verbuchen können oder sei es, weil konträre Charaktere für zusätzliche Herausforderungen sorgen.

 

Beim Buchen eines Live Escape Games als gemeinsame Unternehmung geht es also nicht nur darum, eine unterhaltsame Exit-Geschichte zu spielen, sondern auch um die einmalige Gelegenheit, Ihre Kollegen als Mitspieler in einer außergewöhnlichen Lage zu erleben. Da verwandelt sich durch Zeitdruck manch eine Schlaftablette zum Hektiker oder gar manch ein Optimist zum Zweifler. Diese gemeinsame Erfahrung ist den meisten unserer Kunden eine Erinnerung, über die sie auch einige Zeit später noch herzhaft lachen können.  

Möchten Sie selbst herausfinden, welche Spielertypen ihn Ihnen und Ihren Kollegen stecken? Dann kontaktieren Sie uns für Ihr Live Escape Game für Unternehmen und finden Sie es heraus!